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Projekte des ASV Anholt

Ein Teil des Unterlaufs, mit einer strukturell Degradierung die hier ihr absolutes Maximum findet, wird vom ASV Anholt bewirtschaftet. Die Gewässerbreite wurde aus Gründen der Hochwasser-prävention aufgeweitet und durch die Deichlage wurde das Gewässer von seiner Primär- und Sekundäraue abgeschnitten. Quasi die gesamte Wasseroberfläche ist unbeschattet und der Begriff Strukturwüste könnte (auf trauriger Weise) durch genau diese Strecke definiert werden.

Der dringenden Handlungsbedarf wurde aber auch von der UWB erkannt und inzwischen hat Herr Albers (Aa-Kolonne des Kreis) groß dimensionierte "Totholzelemente als Strukturbildner" einge-bracht, die sicher groß Wirkung generieren dürften.


 

Flechtbuhnen, unterhalb des Stauwehr "Rothe Spiker"

Planung der Position und Dimension der Buhnen, im Juli 2013. Da es quasi unmöglich war die arbeitende Breite abzuschätzen und eine hohe Hochwassergefährdung besteht, durften die Buhnen maximal 1/3 des Querschnitts abdecken.Planung der Position und Dimension der Buhnen, im Juli 2013. Da es quasi unmöglich war die arbeitende Breite abzuschätzen und eine hohe Hochwassergefährdung besteht, durften die Buhnen maximal 1/3 des Querschnitts abdecken.

Bereits wenige Wochen nach der abschließenden Planung wurde die Maßnahme mit Hilfe der Aa-Kolonn des Kreis-Borken, im Oktober 2013 realisiert.Bereits wenige Wochen nach der abschließenden Planung wurde die Maßnahme mit Hilfe der Aa-Kolonn des Kreis-Borken, im Oktober 2013 realisiert.

 

 

Die mittlere der drei "Testbuhnen" im Dezember 2013, 2 Monate nach der Einbringung.  Die mittlere der drei "Testbuhnen" im Dezember 2013, 2 Monate nach der Einbringung.

 

 

Die Maßnahme wurde vollständig vom ASV Anholt in Eigenleistung finanziert. Eine Förderung wurde nicht beantragt und von daher war es enorm hilfreich, dass die UWB den Bagger (inklusive Herrn Albers) kostenlos zur Verfügung gestellt hat um die Eichenspaltpfähle einzu-treiben. Auch konnten die Faschinen ohne Kosten für den Transport be-reitgestellt werden, sodass die Gesamtkosten der Maßnahme in einem überschaubaren Bereich gehalten werden konnten.

 

Die generierte Wirkung der Buhnen war nicht wie geplant. Die groß-räumige Gewässermorphologie blieb nahezu unbeeinflusst und Anstelle einer Auflandung hinter den Buhnen kam es in diesem Bereich zu Tiefen- u. Ufererosion. Ebenfalls unerwartet war die starke Auflandung vor den Strömungslenkern.

Dies zeigt deutlich, wie wichtig eine gewissenhafte Planung ist und (im Besonderen an den Unterläufen) nichts zu überstürzen.

Die oberste Testbuhne, mit Blick in Fließrichtung, im Mai 2014. Im Vergleich mit den anderen beiden Testrukturen ist diese Buhne selten überströmt.Die oberste Testbuhne, mit Blick in Fließrichtung, im Mai 2014. Im Vergleich mit den anderen beiden Testrukturen ist diese Buhne selten überströmt.

Die mittlere Testbuhne im Mai 2014, mit Blick gegen die Fließrichtung auf den "Strömungsschatten" hinter der Buhne.Die mittlere Testbuhne im Mai 2014, mit Blick gegen die Fließrichtung auf den "Strömungsschatten" hinter der Buhne.

Ein Jahr nach der Einbringung war klar, dass eine größere Einengung des Querschnitts möglich und nötig ist, um die Strecke langsam von "Güte-klasse VII" in Richtung geforderte "Strukturgüte III" zu bringen. Bis zur Zielerfüllung der WRRL im Unterlauf der Aa ist es noch ein weiter Weg!

Der kürzlich eingebrachte Sturzbaum samt Krone und die Einengung des Querschnitts, durch Wurzeltellern (mit Ø > 3 m) über 3/4 der Gewäs-serbreite  zeigen aber, dass die UWB auf dem richtigen Weg ist.  

  

 


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