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Projekte des Bocholter ASV 1934 e.V.

Auch der "BASV" hat inzwischen einige Maßnahmen zur strukturellen Aufwertung des Aa-Systems umgesetzt und viele weitere befinden sich derzeit in Planung. So wurde die Liste der Vereins-gewässer mit dem Holtwicker Bach ergänzt. Das Gewässer ist für die  Angelfischerei gesperrt und wurde nur angepachtet um strukturverbessernde Maßnahmen (im Besonderen mit der Jugend-gruppe) zu realisieren. Der Bach wird zukünftig wohl Kern des erst kürzlich ins Leben gerufenen Langzeitprojekts "Wiederansiedlung der Meerforelle im Aa-System". Nachfolgend eine kurze Übersicht der bereits umgesetzten Maßnahmen des Bocholter ASV.

 


 

Strukturen aus Wasserbausteinen, Aa-Strecke Höhe Aa-See Bocholt

Der Querschnitt wurde stellenweise durch beidseitig ein-gebrachte Steinbuhnen eingeengt und der Abfluss in die Gewässermitte gelenkt. Der Querschnitt wurde stellenweise durch beidseitig ein-gebrachte Steinbuhnen eingeengt und der Abfluss in die Gewässermitte gelenkt.

Wechselseitig angelegte Steinbuhnen sorgen für ein mäandrierendes StrömungsbildWechselseitig angelegte Steinbuhnen sorgen für ein mäandrierendes Strömungsbild

einzelnen "Felsbrocken" dienen als Unterstand für adulte Fische. Im Besonderen große Salmoniden sind auf die Standplätze im Strömungsschatten der großen Steine existentiell angewiesen. einzelnen "Felsbrocken" dienen als Unterstand für adulte Fische. Im Besonderen große Salmoniden sind auf die Standplätze im Strömungsschatten der großen Steine existentiell angewiesen.

Auf der Strecke unterhalb des "Verteilerbauwerks Aa-See" in Bocholt wurden verschiedenen Strukturen aus Wasserbausteinen  angelegt.

Diese Maßnahme generiert ein "naturnahes" Strömungsbild und fördert somit auch die eigendynamische Entstehung von Sohl- u. Uferstrukturen. Im Lückensystem der Steinhaufen findet eine Vielzahl aquatischer Lebewesen ihr Zuhause.

Da es sich um eine stark anthropogen überformte (vom Menschen stark beeinflusste) Strecke handelt, die innerhalb eines Staubereichs liegt und zusätzlich begradigt, befestigt und aufgeweitet wurde, sind die Gewässerstrukturen (auch nach Umsetzung dieser Maßnahme) vom "gutem Zustand" weit entfernt. 

 


 

 

Kiesbett "Mc Donalds", mit beidseitiger Querschnittseinengung 

Spaltpfähle aus Eichenholz wurden, mit Borhammer samt "Spezialwerkzeug" in die Sohle getrieben. Für eine "bequeme" Arbeitshöhe sorgt ein "nasses Baugerüst"Spaltpfähle aus Eichenholz wurden, mit Borhammer samt "Spezialwerkzeug" in die Sohle getrieben. Für eine "bequeme" Arbeitshöhe sorgt ein "nasses Baugerüst"

Zwischen die Eichenspaltpfähle wurden Totholzfaschinen aus Weidenreisig "geflochten".Zwischen die Eichenspaltpfähle wurden Totholzfaschinen aus Weidenreisig "geflochten".

Selbst widrigste Wetterverhältnisse konnte die Mitglieder des BASV nicht davon abhalten die Querschnittseinengung im Sep. 2013 einzubringen. Ziel der Maßnahme ist es, ge-eignete Strömungsverhätnisse  für ein Kiesbett zu schaffen. 

Die Eichenspaltpfähle wurden mit Hilfe eines Pressluftham-mers mit Spezialwerkzeug und einem gesundem Maß an Kreativität eingetrieben. Anschließend wurden die Totholz-faschinen  zwischen die Pfähle geflochten.

Die hydraulischen Verhältnisse sind augenscheinlich gut ge-eignet und demnächst (vermutlich im März 2015) soll die Maßnahme fertiggestellt werden. Dazu werden abschließend 20 Kubikmeter Kies (Körnung 4 - 32 mm) eingebracht.

Die fertige Querschnittseinengung bestehend aus zwei gegenüberliegenden "Flechtbuhnen"Die fertige Querschnittseinengung bestehend aus zwei gegenüberliegenden "Flechtbuhnen"

 

 

Am Samstag den 30.05. wurde die Maßnahme endlich, mit Einbringung der 20 Kubikmeter Kies abgeschlossen. Dazu wurde eigens ein Autokran mit Betonbombe und ein Mini-bagger zum befüllen der Bombe angemietet.

Die Kosten der abschließende Kieseinbringung für Material und Maschinen sind mit etwas über 1.100,00 € zu Buche geschlagen und wurden vollständig in Eigenleistung durch den BASV 1934 getragen.

  


 

 

Kiesbetten & Kiesdepots im Pleystrang 

Das Substrat stammt aus einer örtlichen Kiesgrube und entspricht genau dem Material was natürlicher Weise in der Aa vorkommt, aber leider nahezu vollständig unter dem "Leichentuch Feinsediment" begraben liegt.Das Substrat stammt aus einer örtlichen Kiesgrube und entspricht genau dem Material was natürlicher Weise in der Aa vorkommt, aber leider nahezu vollständig unter dem "Leichentuch Feinsediment" begraben liegt.

Das Lohnunternehmen, dass mit dem Umbau des Verteilerbauwerks beauftragt wurde, hat den Kies angeliefert und mit einem Bagger eingebracht. Anschließend haben wir das Substrat "von Hand" verteilt.Das Lohnunternehmen, dass mit dem Umbau des Verteilerbauwerks beauftragt wurde, hat den Kies angeliefert und mit einem Bagger eingebracht. Anschließend haben wir das Substrat "von Hand" verteilt.

Teilweise wurde der Kies nicht verteilt und dem Gewässer lediglich in Form von Material-Depots zur Verfügung gestellt, diese dienen gleichzeitig als Strömungslenker.Teilweise wurde der Kies nicht verteilt und dem Gewässer lediglich in Form von Material-Depots zur Verfügung gestellt, diese dienen gleichzeitig als Strömungslenker.

Im Juni 2014 wurden die ersten "naturnahen Kieslaich-habitate" im Unterlauf des Aa-Systems (im Pleystrang) eingebracht. Insgesamt wurden dem Gewässer 15 Kubikmeter Kies zur Verfügung gestellt.
Neben mehreren Kiesbetten wurden auch Material-Depots angelegt die zeitgleich Strömungslenker fungieren. 

Das Substrat soll in den nächsten Jahren vom Gewässer eigendynamisch umgelagert werden, sodass natürliche Strukturen, mit geeigneten hydraulischen Verhältnissen entstehen.

 

Neben der existentiellen Bedeutung des Interstitials (Lückensystem) der Kiesbetten als Laich- und oder Schutz-habitat, gehört die Kieseinbringung zu den Maßnahmen, die innerhalb kurzer Zeit zu einer enormen strukturellen Aufwertung des Gewässers führen. 

Im natürlichem Zustand bestünde die Sohle der Gewässer des Aa-Systems (laut Steckbrief des Bundesumwelt-amts) zu weit über 20 % aus Kies.

Das die Kosten-Nutzen-Relation, nach dem Grundsatz "Struktur vor Besatz" um "10 er Potenzen" gesteigert wird, ist jedem Angelverein klar!
Die sinnvollste Umsetzung dieses Prin-zips ermöglichen (neben dem Totholz) die "künstlichen, naturnah angelegten Kiesrauschen" als  wichtigste Struk-turbildner in "sandgeprägten Tief-landbächen"!!! 

 

Das generierte, abwechslungsreiche Strömungsbild mit entfesselter Eigendynamik und der beginnenden Entstehung natürlicher Sohl- u. Uferstrukturen.Das generierte, abwechslungsreiche Strömungsbild mit entfesselter Eigendynamik und der beginnenden Entstehung natürlicher Sohl- u. Uferstrukturen.

  


  

Flechtbuhne aus Totholzfaschinen, im Pleystrang

Diese "Testbuhne" wurde im Jahr 2013 angelegt um deren Wirkung sicher beurteilen zu können. Diese "Testbuhne" wurde im Jahr 2013 angelegt um deren Wirkung sicher beurteilen zu können.

 

Dieses Totholzelement wurde in 2013, zu Testzwecken, angelegt. Es handelt sich um eine "Flechtbuhne aus Totholzfaschinen"

Da diese Maßnahme im Holtwicker Bach demnächst in Serie gehen soll, haben wir die Testbuhne (wie auch auf der Strecke der ASG Ramsdorf) im Vorfeld angelegt, um genau Kenntnisse über deren Wirkung, in Abhängigkeit von der Dimensionierung und dem Gewässer, zu erlangen.

Da die generierten Verhältnisse zufrieden-stellend sind, wovon sich so auch die Zuständigen bzw. Unterhaltungspflichtigen live und direkt überzeugen können, kann die Serienfertigung, in Zusammenarbeit mit dem Wasser u. Bodenverband, hoffentlich noch in 2015 starten.

  

 

                                                                                                                                        


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