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Projekte des FV Borken e.V.

Auch der Fischereiverein Borken hat es sich zur Aufgabe gemacht die Strukturen der Vereinsgewässer aufzuwerten und den Mitglieder das Grundwissen über bestehenden Missstände und ein Blick für gesunde Bäche, Flüsse und Seen zu vermitteln. Zukünftig können wir sicher mit vielen weiteren strukturverbessernden Maßnahmen der Petrijünger aus Borken rechnen! 


 

das Einbringen von "Zander Laichhilfen" im Pröbstingsee

Zur Förderung der natürlichen Reproduktion des Zanders im Pröbstingsee, ein ans Aa-System angeschlossenes Stillge-wässer, stand beim ersten Arbeitsdienst im Feb. 2015  das Anfertigen und Einbringen von s.g. "Laichmatten" für die "Stachelritter" des Fischreichs auf dem Programm. 

Bevor es aber an den Zusammenbau der Laichhilfen ging, hat Christian Sahle den Arbeitsdienst für eine kurze Schulung der Vereinsmitglieder genutzt. Auf dem Lehrplan stand, neben den Nutzen und korrekten Zusammenbau der Matten, auch die Bedeutung der verschiedenen Sohlsubstrate der Aa und ihre jeweilige Bedeutung als Lebensraum. So hat er den Mitgliedern vermittelt, dass die vom mobilen Feinsediment dominierten Strecken quasi kein Leben beherbergen und den kiesgeprägten Strecken eine existenzielle Bedeutung für die Fortpflanzung der meisten heimischen Arten zu Teil wird.

Den Zusammenbau und Nutzen der Laichmatten wurde, vorab im warmen Anglerheim veranschaulicht.Den Zusammenbau und Nutzen der Laichmatten wurde, vorab im warmen Anglerheim veranschaulicht.

 

Nach der kurzen Schulung  ging es dann  an den Zusammenbau der Laichhilfen. An die handels-üblichen Fußmatten (wichtig ist eine stabile Aus-führung, die nicht durchhängt) wurden jeweils zwei "Klinkersteine", mit Kabelbinder fixiert. Diese dienen als "Füße" und sorgen für einen gewissen Abstand zwischen Gewässergrund und Laich-substrat. 

Anschließend wird ein Ende, eines ausreichend langen "Drahtseils" an der Matten befestigt. Das andere Ende wird nach der Einbringung unauffällig am Ufer befestigt. Dies ist notwendig, um die Strukturen nach der Laichperiode wieder an Land holen und reinigen zu können. Ansonsten würden die Laichmatten mit der Zeit verschlammen und ihre Funktion einbüßen.

 

Nachdem die Montage der Matten abgeschlossen war wurden diese auf das Boot des Fischereivereins geladen und zu den ausgewählten Stellen im Gewässer gerudert.

Ungefähr auf Höhe der geplanten Position angekommen, wurde eine Gewässertiefe zwischen 0,9 u. 1,2 m gesucht und die Laichhilfe an dieser Stelle über Bord geworfen (ver-ständlicher Weise mit dem losen Ende des Drahtseils fest in der Hand). Anschließend wurde ans Ufer gerudert und das Drahtseil, an den dort wartenden Kollegen übergeben, der es dann abgelängt, mit einer entsprechenden Klemme im Wurzel-, oder Astwerk der Ufergehölze fixiert hat.  

Die Bootsbesatzung konnte nach der Übergabe, direkt die nächste Position ansteuern, an der sich das ganze Spiel wiederholte, bis alle Matten eingebracht waren.

 

Jede "Laichhilfe" besteht aus:

- einer stabilen handelsüblichen Fußmatte mit durchgehendem Drahtgeflecht
- 2 Klinkersteinen (bzw. Gitterziegeln) und 4  (bzw. 8) Kabelbinder für deren Befestigung
- ein ca. 10 m langes Drahtseil mit 2 passenden Klemmen zur Befestigung (an der Matte / am Ufer)

Insgesamt hat der FV Borken pro Laichhilfe etwa 35,00 € investiert. Sollte nur auf einer der 10 Matten (ein einziges Mal) eine natürliche Reproduktion der Zander gelingen, hat sich die Aktion (auch aus ökonomischer Sicht) rentiert. Der Wert der Jung-fische einer durchschnittlichen Zanderbrut beträgt etwa 2.000,00 € dem gegenüber stehen Materialkosten von nur 350,00 €.

 

 

 


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