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Projekte, "Waterschap Rijn en IJssel"

Im Gegensatz zu den Deutschen Angel- u. Naturschutzvereinen des FFW-Aa, handelt es sich bei der Waterschap um eine staatliche Institution der Niederlande, u.a. mit hauptberuflichen Bio-logen und Wasserbauingenieuren, vergleichbar mit der "Unteren Wasserbehörde". Sie steht bei der Zielerfüllung der WRRL in der Pflicht, verfügt aber über Mittel, die nicht mit den Möglich-keiten gemeinnütziger Vereine vergleichbar sind. Wir beschränken uns hier auf einige wenige Projekte der Waterschap, mit besonderer Bedeutung für den Aa-strang (die Bocholter Aa).  

  1. die Wiederherstellung der Durchgängigkeit am Stauwehr bei Voorst, im Aa-strang 
  2. die naturnahe Umgestaltung der Mündung des Aa-strang in die Oude IJssel
  3. die geplante FAA als Umgehungsgerinne am Stauwehr bei Gaanderen, in der Oude IJssel

 

Fischaufstiegsanlage am "Stauwehr bei Voorst"

Skizze der Maßnahme mit Kennzeichnung der einzelnen Elemente. Skizze der Maßnahme mit Kennzeichnung der einzelnen Elemente.

Am "Stauwehr bei Voorst" wurde die Durchgängigkeit, in Auftrag der Waterschap, im August 2014, durch ein FAA als großflächig angelegtes Umgehungsgerinne wieder-hergestellt. 

Vom Unterwasser in Richtung Oberwasser besteht die FAA aus folgenden Elementen:
1. einem "Raugerinne Beckenpass"
2. einem naturnahem Lauf mit Auenähnlichen Strukturen
3.einem Einlaufbauwerk mit großem Gefälle

Zusätzlich wurde eine auenähnliche Struktur unterhalb der FAA realisiert.

 

der unterste Abschnitt der Umgehung als "Raugerinne Beckenpass"

Das Stauwehr mit der Mündung der Umgehung, unmittelbar unterhalb des Querbauwerks.Das Stauwehr mit der Mündung der Umgehung, unmittelbar unterhalb des Querbauwerks.

Die Mündung der Umgehung in das Unterwasser des Stauwehrs. Die Mündung der Umgehung in das Unterwasser des Stauwehrs.

Der mittlere Teil des Beckenpasses mit Blickrichtung "Fluss-auf". (rechts oben) ist die untere auenähnliche Struktur mit direkter Anbindung an die Umgehung erkennbar.Der mittlere Teil des Beckenpasses mit Blickrichtung "Fluss-auf". (rechts oben) ist die untere auenähnliche Struktur mit direkter Anbindung an die Umgehung erkennbar.

Ein Teil der Höhendifferenz, zwischen Ober- und Unterwasser des Stauwehrs, wird über den "Rau-gerinne Beckenpass" abgebaut, der unmittelbar über der (oben abgebildeten) Holzbrücke beginnt, und den ersten Abschnitt des Umgehungsgerinnes bildet.

Die Becken sind großzügig angelegt und die Höhen-differenz von Becken zu Becken beträgt  (wie auf den nebenstehenden Bild erkennbar) nur wenige Zenti-meter.

 

der mittlere Abschnitt der Umgehung als naturnaher Verlauf mit auenähnlichen Strukturen

Der Übergang vom Beckenpass in den naturnahen Verlauf. Ebenfalls erkennbar ist die "Anbindung" einer der beiden Auenstruktur.  Der Übergang vom Beckenpass in den naturnahen Verlauf. Ebenfalls erkennbar ist die "Anbindung" einer der beiden Auenstruktur.

Der mittlere Teil des naturnahen Abschnitts, mit ausgeprägter Wechselwasserzone und geringem Gefälle.  Der mittlere Teil des naturnahen Abschnitts, mit ausgeprägter Wechselwasserzone und geringem Gefälle.

Über dem letzten Becken, beginnt (wie auf den Bild oben links gezeigt) der mittlere und längste Abschnitt der Umge-hung, der als naturnaher Lauf mit minimalen Gefälle aus-gelegt ist. 

An diesen Abschnitt sind zwei großflächige "Teiche" mit aus-geprägter Wechselwasserzone angebunden. Der mittlere Teil des naturnahen Verlaufs zeigt das Bild oben rechts. Dort ist auch im linken oberen Bildbereich, die zweite auenähnliche Struktur erkennbar.

Das nebenstehende rechte Bild zeigt das Ende des natur-nahen Verlaufs der Umgehung mit Blick auf das Einlauf-bauwerk, dass den dritten und letzten Abschnitt der FAA bildet und den Großteil der Höhendifferenz überbrückt.

Das Ende des naturnahen Abschnitts mit Übergang in das technische Einlaufbauwerk der Umgehung. Das Ende des naturnahen Abschnitts mit Übergang in das technische Einlaufbauwerk der Umgehung.

 

der oberster Abschnitt der Umgehung ein "technisches Einlaufbauwerk" 

Die Nahansicht des Übergangs in das technische Einlaufbauwerk, dem letzten Abschnitt der Umgehung, über das ein Großteil der Höhendifferenz abgebaut wird.Die Nahansicht des Übergangs in das technische Einlaufbauwerk, dem letzten Abschnitt der Umgehung, über das ein Großteil der Höhendifferenz abgebaut wird.

Hier der Blick von der Mündung des Einlaufbauwerks, dem oberen Ende des Umgehungsgerinnes, in Richtung "Flussab" auf das alte ehemals unpassierbare "Stauwehr Voorst".  Hier der Blick von der Mündung des Einlaufbauwerks, dem oberen Ende des Umgehungsgerinnes, in Richtung "Flussab" auf das alte ehemals unpassierbare "Stauwehr Voorst".

(oben links) Noch einmal die Nahaufnahme des Übergangs von naturnahem Verlauf ins "technische Einlaufbauwerk". Dieses besteht aus einem  s.g. Schlitzpass, der sich von einem Vertical-Slot-Pass darin unterscheidet, dass die Schlitze in den "Querriegeln" nicht über die gesamte Höhe der "Platten" reichen.  (rechts daneben) Die Mündung des Einlaufbewerks ins Oberwasser, mehrere hundert Meter über dem Stauwehr im Aa-strang.

 

die auenähnliche Struktur unterhalb der FAA, ohne Bedeutung für die Durchgängigkeit

Der unterste Abschnitt, der im Zuge der Bauarbeiten umgestaltete wurde, besteht ebenfalls aus einer großflächig angelegten, auenähnlichen Struktur, die nicht mehr zum Umgehungsgerinne gehört und keinen Einfluss auf die Durchgängigkeit hat.

Die unterste auenähnlichen Struktur, eine Art  Fluttympel mit Anbindung an den Aa-strang. Die unterste auenähnlichen Struktur, eine Art Fluttympel mit Anbindung an den Aa-strang.

Die Übersicht der Struktur, mit Blickrichtung auf die (im Bild rechts oben erkennbaren) Mündung in die Aa. Die Übersicht der Struktur, mit Blickrichtung auf die (im Bild rechts oben erkennbaren) Mündung in die Aa.


 

 

naturnahe Gestaltung, "Mündung Oude IJssel / Aa-strang"

Die Mündung des Aa-strang (der Bocholter Aa) in die, auf dem Bild von rechts kommende "Oude IJssel", im Januar 2014.Die Mündung des Aa-strang (der Bocholter Aa) in die, auf dem Bild von rechts kommende "Oude IJssel", im Januar 2014.

Der naturnah umgestaltete "Mündungsbereich", im November 2014. (Foto: Waterschap Rijn en IJssel)Der naturnah umgestaltete "Mündungsbereich", im November 2014. (Foto: Waterschap Rijn en IJssel)

Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt die Mündung des (von 'links oben' kommenden) "Aa-strangs" in die (von 'rechts' kommende) verhältnismäßig schmale "Oude IJssel", mit Blickrichtung "Flussauf", in Richtung Niederländisch-Deutsche-Grenze. Die Bilder wurden wenige Meter oberhalb der "Stadtgrenze Ulft" aufgenommen.

Diese Maßnahme wurde als Trittstein, in Auftrag der "Waterschap Rijn en IJssel", Ende 2014 umgesetzt. Dazu wurden die Strukturen des Mündungsbereichs naturnah umgestaltet, sodass eine eigendynamische Entwicklung nicht behindert wird.

 

Die Erdarbeiten bei der Umsetzung, Okt 2014.
(Foto: Waterschap Rijn en IJssel)Die Erdarbeiten bei der Umsetzung, Okt 2014. (Foto: Waterschap Rijn en IJssel)

Ein weiteres Bild der Arbeiten, Okt 2014.  (Foto: Waterschap Rijn en IJssel)Ein weiteres Bild der Arbeiten, Okt 2014. (Foto: Waterschap Rijn en IJssel)


 

  

die geplante Fischaufstiegsanlage, "Stauwehr Gaanderen"

Skizze des geplanten Umgehungsgerinne am Stauwehr bei Gaanderen.Skizze des geplanten Umgehungsgerinne am Stauwehr bei Gaanderen.

Die Durchgängigkeit am Stauwehr Gaanderen (in der Oude IJssel) wird, ähnlich wie am Stauwehr bei Voorst, mit einem großflächigem Umgehungs-gerinne als FAA ergänzt. Die Maß-nahme soll (laut Plan) bis spätestens 2017 realisiert werden.
Zusammen mit der Wiederherstellung der Durchgängigkeit an der "Schleuse Doesburg" und der FAA im Abschluss-damm, wird die Passierbarkeit, ab der Nordsee bis in den Aa-strang bis 2018 vollständig fertiggestellt. 

Weitere Informationen über das Projekt werden möglichst zeitnah an dieser Stelle eingefügt. Im Vorfeld müsst Ihr euch mit der "Planskizze" begnügen. 

Das Stauwehr bei Gaanderen in der Oude IJssel.Das Stauwehr bei Gaanderen in der Oude IJssel.

 

 

 


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